Infos für Patienten - FAQ

Wir sind ständig bemüht, für unsere Schmerzpatienten immer die beste Schmerztherapie anzubieten. Damit dies gelingt, möchten wir Sie bitten, die folgenden Dinge zu beachten:

Terminvereinbarung

Für eine Terminvereinbarung rufen Sie uns bitte an:

Telefon 062 752 60 60

Wir bitten um Entschuldigung, wenn unsere Telefonzentrale einmal überlastet sein sollte, versuchen Sie es einfach nochmal 5 Minuten später!. Wir sind Montag bis Freitag durchgehend für Sie erreichbar (Zeiten siehe www.schmerzzentrum.ch)

Wartezeiten

Die Therapie chronischer Schmerzen ist zeitintensiv. Jeder Patient bekommt an unserem Zentrum die Zeit, welche für seine optimale Therapie erforderlich ist. Trotz optimaler Ausnutzung unserer personellen und räumlichen Ressourcen kommt es daher momentan zu Wartezeiten auf einen ersten Termin von bis zu 3 Monaten. Wir wissen, dass dies für unsere schmerzgeplagten Patienten keine ideale Situation ist. Wir haben daher folgende Massnahmen getroffen:

  1. Alle Neuanmeldungen werden von einem erfahrenen Facharzt und Schmerzspezialisten gesichtet und auf ihre Dringlichkeit geprüft. So können wir Patienten, welche notfallmässig eine sofortige Therapie benötigen, wie es z.B. bei einer akuter Discushernie (Bandscheibenvorfall), einer schmerzenden Tumorerkrankung oder einem akuten Herpes Zoster (Gürtelrose) der Fall ist, innerhalb von 48h einen Notfalltermin garantieren.
  2. Sollte unsere Beurteilung der Dringlichkeit einmal nicht korrekt sein, so kann Ihr Hausarzt jederzeit mit uns Kontakt aufnehmen. Wir werden dann in Absprache mit Ihrem Hausarzt einen Termin zu einem geeigneteren Zeitpunkt realisieren. Bitte bedenken Sie dabei, dass ALLE unsere Patienten an starken Schmerzen leiden und wir leider nicht alle Patienten sofort betreuen können.
  3. Wir treffen konkrete Vorkehrungen, um unsere Wartezeit grundlegend zu verkürzen. Dazu werden wir unser Zentrum sowohl räumlich vergrössern als auch personell um einen sehr erfahrenen Schmerztherapeuten erweitern. Damit werden wir Ihnen ab Mitte 2008 einen besseren Service mit deutlich kürzeren Wartezeiten und ein noch kompetenteres Team anbieten können.

Bis dahin müssen wir leider einige unserer PatientInnen noch um etwas Geduld bitten und danken für Ihr Verständnis.

Vor dem ersten Termin

Die relevanten Unterlagen wie Arztberichte und Röntgenbefunde benötigen wir bereits vor dem ersten Termin. Bitten Sie also Ihren Hausarzt, uns diese Unterlagen zuzustellen. Die Röntgenbilder können Sie mitbringen. Wenn Sie im Hausarztmodell versichert sind, ist eine Zuweisung durch den Hausarzt zwingend notwendig. Idealerweise werden alle Ärzte, welche bislang Ihre Schmerzerkrankung betreut haben, in unser Konzept mit eingebunden. Eine besonders wichtige Rolle wird dabei Ihr Hausarzt einnehmen. Chronische Schmerzen werden am effektivsten im Team therapiert – Ihr Hausarzt gehört dazu!

Der erste Termin

Zum Erstgespräch sollten Sie bitte folgende Unterlagen mitbringen:

An diesem ersten Termin werden wir uns viel Zeit für Sie und Ihre Schmerzgeschichte nehmen, wir haben mindestens 60 Minuten für das Gespräch und die körperliche Untersuchung reserviert. Nach dieser ersten Standortbestimmung werden wir dem zuweisenden Arzt und dem Hausarzt einen schriftlichen Bericht zukommen lassen, bei Unfällen auch der Unfallversicherung.

Vor dem ersten Gespräch werden wir Ihnen ein Formular vorlegen mit der Bitte, alle schmerzhaften Regionen in dem Körperschema zu markieren bzw. einzuzeichnen.

Schmerzschema (PDF)

Zusätzlich finden Sie darunter 2 Skalen von 0 bis 10. Hier möchten wir von Ihnen erfahren, wie stark Ihre Schmerzen im Durchschnitt (obere Skala) und wie stark Ihre stärksten Schmerzen (untere Skala) sind. Dabei bedeutet 0 keine Schmerzen und 10 die stärksten Schmerzen, welche Sie sich vorstellen können.

Diese Angaben sollen Sie ganz aus Ihrem persönlichen Erleben und Gefühl über Ihre Schmerzen machen, nur Sie kennen Ihre Schmerzen und wissen auch, wie stark Sie daran leiden. Es geht also um Ihre ganz persönliche Beurteilung Ihrer Schmerzintensität, Sie können dabei keine Fehler machen! Nach ein paar Besuchen bei uns werden Sie mit dieser Skala von 0 bis 10 schon wie selbstverständlich umgehen!

Schmerzskala:

0 bedeutet kein Schmerz, 10 bedeutet unvorstellbare Schmerzen

0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Wie stark sind Ihre Schmerzen im Durchschnitt ?
Wie stark sind die Schmerzen, wenn sie am schlimmsten sind?

Sie können dieses Formular auch hier downloaden und bereits zu Hause vorbereiten. Bitte achten Sie dann darauf, einen dunklen Filzstift oder schwarzen Kugelschreiber zu benutzen.

Vor dem Erstgespräch werden wir Sie eventuell auch bitten, einen elektronischen Fragebogen auszufüllen. Dies kann bis zu 30min Zeit in Anspruch nehmen. Einen ersten Eindruck von diesem Fragebogen können Sie auf unserer Homepage bekommen: Elektronischer Patientenfragebogen. Diese Fragebögen benötigen Zeit – aber sie dienen der Qualitätskontrolle und sollen sicherstellen, dass unsere Patienten immer die bestmögliche Schmerztherapie erhalten. Ohne Ihre aktive Mithilfe ist eine optimale Schmerztherapie nicht möglich!

Bitte seien Sie nicht enttäuscht, wenn wir zum ersten Termin noch keinen Eingriff anbieten können. Wir möchten Ihnen zuerst die Therapiemöglichkeiten an unserm Zentrum in Ruhe darlegen und von Gesetzes wegen sind wir gehalten, Ihnen Bedenkzeit vor einer Behandlung einzuräumen. Ausnahmen sind Notfallsituationen wie z.B. bei einem akuten Bandscheibenvorfall. In diesen Fällen dürfen Sie aber nicht selber mit dem Auto fahren!

Eingriffe

Nach einem Schmerzeingriff am Schmerz Zentrum Zofingen (wie auch an anderen Institutionen) dürfen Sie in der Regel nicht selber Autofahren. Wir werden Sie vor entsprechenden Behandlungsterminen, an denen es das Fahrverbot zu beachten gilt, nochmals darauf aufmerksam machen und auch auf Ihrem Terminkärtchen wird dies vermerkt sein (Terminkategorie «OP»). Wir sind sehr gut mit der SBB erreichbar oder Sie organisieren einen Fahrer/Fahrerin im Familien- oder Freundeskreis. Für berufstätige Patienten oder eben auch Angehörige bieten wir extra eine Abendsprechstunde am Montag an.

Einige Therapien führen wir in Narkose durch, z.B. die Therapie der Trigeminusneuralgie. Vor einer Anästhesie oder auch einer Sedation (leichte Narkose) müssen bestimmte Regeln unbedingt eingehalten werden, damit es nicht zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen kann:

Das Wichtigste ist dabei die Nüchternheits-Regel, konkret bedeutet dies:

4h vor dem Eingriff keine feste Nahrung und 2h vor dem Eingriff keine Flüssigkeiten mehr zu sich nehmen. Ihre Medikamente dürfen Sie am Morgen vor dem Eingriff normal mit einem Schluck Wasser einnehmen. All diese Details wird Ihr Arzt aber vor jedem Eingriff noch individuell mit Ihnen ausführlich besprechen.

Bei Anästhesien (Narkose/Sedation) sind an unserem Zentrum immer mindestens zwei (meistens sogar drei) ausgebildete Fachärzte Anästhesiologie FMH, jeder mit Oberarzt Erfahrung, anwesend, um eine maximale Sicherheit gewährleisten zu können. Alle drei Anästhesisten haben zudem langjährige Erfahrung als Notärzte (REGA, Air Zermatt) und es wird eine moderne Notfallausrüstung inklusive AED (Automated External Defibrillator) für den sehr unwahrscheinlichen Fall einer schweren Reaktion vorgehalten. Wichtige Bestandteile werden zudem in doppelter Ausführung vorgehalten, um auch bei technischen Problemen jeder Situation gewachsen sein zu können.

Das gesamte Team inklusive der Assistentinnen trainiert mindestens einmal im Jahr ein Notfallszenario in unseren eigenen Räumlichkeiten, um das optimale Management eines Notfalles unter realistischen Alltagsbedingungen zu simulieren. Dabei orientieren wir uns an den neuesten Richtlinien aus dem Jahre 2005 www.resuscitation.ch. Ganz getreu dem Motto: Safety first!

Aus Sicherheitsgründen müssen auch einige Medikamente vor Eingriffen an der Wirbelsäule abgesetzt werden, damit es nicht zu unerwünschten Blutungen kommen kann:

Alle Eingriffe führen wir unter kontrollierten Bedingungen und unter Röntgenkontrolle gemäss den Richtlinien der International Spine Intervention Society (ISIS) www.spinalinjection.com durch – die grösstmögliche Sicherheit unserer Patienten steht für uns an oberster Stelle.

Multimodales Konzept

Eine chronische Schmerzerkrankung kann oftmals nicht von einem Arzt alleine oder einer Fachdisziplin alleine effektiv beurteilt und behandelt werden. An unserem Schmerz Zentrum arbeiten daher Schmerzspezialisten aus verschiedenen Fachgebieten eng miteinander. Folgende Fachrichtungen finden Sie an unserem Zentrum:

Insbesondere bei chronischen Rücken- und Gesichtsschmerzen ziehen wir fast immer auch unsere klinische Psychologin hinzu. Das bedeutet auf keinen Fall, dass wir Ihre Schmerzen nicht ernst nehmen oder Sie auf «die psychische Schiene» schieben. Vielmehr wissen wir heute, dass verschiedenste Faktoren in den Chronifizierungsprozess von Schmerzen eingreifen und wir daher den gesamten Menschen mit seinem privaten und beruflichen Umfeld kennen lernen müssen. Bei vielen Schmerzpatienten finden sich neben den Schmerzen auch häufig Schlafprobleme und/oder Zeichen für eine Depression. Diese Zeichen nimmt unser Team ernst und wir möchten eine professionelle Betreuung auch dieser Schmerzaspekte gewährleisten.

Ihr persönlicher Arzt und Schmerztherapeut

Trotz dem multimodalen Konzept und Teamarbeit gibt es an unserem Zentrum eine feststehende Regel: Sie haben immer den gleichen Ansprechpartner, der für Sie verantwortliche Arzt und Schmerztherapeut wechselt nicht.

Das Erstgespräch, alle Eingriffe und auch Folgekontrollen werden immer von dem für Sie persönlich verantwortlichen Arzt durchgeführt. Er kann weitere Kollegen aus dem Team für Ihren Fall hinzuziehen, wird Sie aber nie aus den Augen verlieren und ist für Sie persönlich verantwortlich. So gehen keine Informationen verloren und es kann eine Vertrauensbasis aufgebaut werden. Dieser Arzt wird immer ein ausgebildeter Facharzt sein mit mehrjähriger Erfahrung und ausgewiesener Kompetenz in der Schmerztherapie.

Falls Ihr Arzt einmal wegen Ferien oder Fortbildungen abwesend sein sollte, können Sie im Notfall immer einen seiner Kollegen erreichen, unser Zentrum wird ausser an allgemeinen Feiertagen nie ferienbedingt geschlossen. So können wir Ihnen eine persönliche und kontinuierliche Betreuung garantieren.

Erwartungen

Gerade bei bereits über vielen Jahren bestehenden Schmerzen, also hochchronifizierten Schmerzen, möchten wir Ihnen keine falschen und damit unseriösen Versprechungen machen oder falsche Hoffnungen wecken. In diesen Fällen ist nicht die komplette Schmerzfreiheit unser Behandlungsziel. Es geht vielmehr darum, Ihre Lebensqualität und Aktivitätsniveau zu verbessern. Das ist oft schon zu erreichen, wenn wir die Schmerzen auf die Hälfte reduzieren können. Und das ist auch ein realistisches Behandlungsziel: 50% Schmerzreduktion.

Ihnen kommt etwas dazwischen oder Sie sind erkrankt

Falls Sie einen Termin verschieben müssen oder nicht einhalten können, geben Sie uns bitte mindestens 48 Stunden vorher Bescheid – besten Dank!

Willkommen in Zofingen –
Unser Schmerz-Zentrum-Zofingen-Team freut sich auf Ihren Besuch!

Weiterführende Links – Selbsthilfegruppen

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