Radiofrequenz-Behandlungen

Bei dieser Methode werden die schmerzleitenden Nerven mit radiofrequentem Strom behandelt.

Es werden zwei grundsätzlich verschiedene Techniken angewandt:

1) Behandlung mit gepulstem Radiofrequenzstrom

Dies ist eine sog. neuromodulatorische Technik.

Der Nerv wird bei Körpertemperatur mit hoher elektrischer Energie behandelt, wodurch es zu einer Änderung der Schmerzleitung kommt.

Diese Methode, bei welcher der Nerv nicht geschädigt wird, kommt vor allem bei neuropathischen Schmerzen zum Einsatz. Meist wird diese Behandlung mit der medikamentösen Nervenwurzelbehandlung kombiniert.

2) Radiofrequenz-Neuroloyse

Diese Technik ist neurodestruktiv, d.h. der schmerzleitende Nerv wird durch Hitze gezielt zerstört. Dadurch kann eine langanhaltende Schmerzverminderung im Ausbreitungsgebiet des Nervs erzielt werden.

Diese Behandlung kann nicht an allen Nerven vorgenommen werden. Es kommen dafür nur kleine, überwiegend sensible Nervenfasern in Frage. Anderenfalls könnten Komplikationen wie Muskelschwäche oder gar Lähmungen eintreten.

Die Behandlung wird immer unter Röntgenkontrolle durchgeführt. Die korrekte Nadelposition wird mit einem sensiblen und / oder motorischen Teststrom sichergestellt.

Bei korrekter Durchführung ist diese Methode deshalb sehr sicher und hat kaum Nebenwirkungen.

Die Wirkung tritt innert 4-6 Wochen ein und kann bis zu 18 Monaten anhalten.

Der hochfrequente Strom zur Erhitzung des Gewebes wird durch den Radiofrequenzgenerator erzeugt.

 

 

Kanülen und Sonden zur Radiofrequenzbehandlung

 

 

Am Modell wird sichtbar, wie das Gewebeeiweiss durch die Hitze koaguliert.

 

 

Radiofrequenzbehandlung:
Unter Röntgenkontrolle werden die Kanülen am Nerv auf der Wirbelsäule platziert

 

An der Stelle, wo der Nerv verläuft (gelb eingezeichnet) wird das Gewebe erhitzt (rot) und die Schmerzleitung unterbrochen.